Einladung / Grußwort
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Im Namen der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin möchte ich Sie herzlich zum 116. Kongress der DGIM 2010 in Wiesbaden einladen. Wie jedes Jahr wird den mehr als 8.000 Besuchern eine breite Programmpalette geboten, wobei alle Schwerpunkte und spezielle Themengebiete der Inneren Medizin präsent sein werden. Erstmalig wird es auch am Samstag und Sonntag ein komplettes Programm der DGIM geben, um insbesondere allen Kollegen, die in Kliniken arbeiten, die Möglichkeit zu bieten, im kollegialen Wechsel am Kongress teilzunehmen.Das Programm ist in einzelne Pfade gegliedert, so dass sich der Besucher einem der Hauptthemen konsequent widmen kann oder beispielsweise einen umfassenden Überblick über Inhalte der internistischen Facharztweiterbildung finden kann. Die Hauptthemen beschäftigen sich in ganz besonderer Weise mit Gebieten, die an Schnittstellen zu anderen Fachgebieten der Medizin liegen.
Die Bildgebung spielt in der Inneren Medizin in allen Schwerpunkten eine zunehmend wichtige Rolle. Die Fortschritte auf diesem Gebiet sind in den letzten Jahren dramatisch. Hier soll den Teilnehmern ein Überblick über die Möglichkeiten der Bildgebung vom Ultraschall über die radiologischen Verfahren und die Kernspintechniken bis zur Endoskopie gegeben werden. Gleichzeitig sind Programmkomponenten vorgesehen, die ein Training in der Interpretation und bezüglich der Sonographie auch in der Durchführung von Untersuchungen ermöglichen. Kollegen aus dem Fach Radiologie werden die Fakultät des Kongresses anreichern.
Infektionskrankheiten und Entzündung haben ebenfalls in allen Schwerpunkten der Inneren Medizin einen wichtigen Platz. Dabei spielen neue, importierte oder beispielsweise durch Resistenzentwicklung auch klassische und "alte" Infektionen eine zunehmende Rolle. Die neuen Möglichkeiten einer Entzündungshemmung und einer Immunsuppression haben für viele Krankheiten bis vor wenigen Jahren undenkbare Fortschritte gebracht, sie führen aber auch durch die Schwächung des Immunsystems zu neuen Infektionen. Dieses Hauptthema soll durch Interaktionen mit der Industrie besonders bereichert werden.
Die Intensiv- und Notfallmedizin steht im Fokus verschiedener Fachgebiete der Medizin, sie muss aber wegen der besonderen Bedeutung der Inneren Medizin für die Differentialdiagnose und die Pharmakotherapie auch jedem Internisten geläufig sein. Die Vielzahl internistischer Notfälle von der Sepsis über den Herzinfarkt bis zu schweren endokrinen oder rheumatologischen Krisen soll in diesem Hauptthema abgebildet werden. Natürlich müssen auch die Grenzen der Medizin hier besonders bedacht werden.
Die Multimorbidität einer alternden Bevölkerung und neue Entwicklungen und Möglichkeiten operativer und interventioneller Medizin führen dazu, dass "gute Medizin" immer häufiger interdisziplinär ist. Das vierte Hauptthema des Kongresses soll daher besonders Schnittstellen zu benachbarten Fächern wie Anästhesiologie, Chirurgie, Dermatologie, Labormedizin, Neurologie, Pathologie und Radiologie präsentieren. Hier wirken Kollegen aus diesen Fächern aktiv bei der Programmgestaltung mit.
Selbstverständlich werden die Schwerpunkte der Inneren Medizin ausreichend Gelegenheit haben, ihre neuen Entwicklungen im Rahmen des Kongresses darzustellen. Der "Facharztpfad" gibt jüngeren Kollegen die Möglichkeit, das weite Spektrum internistischen Facharztwissens auf dem neuesten Stand zu erleben.
Fallorientiertes Lernen erweist sich in Aus- und Weiterbildung immer wieder als besonders nachhaltig und ist für die eigene Bearbeitung komplizierter internistischer Krankheitsbilder unverzichtbar. Hier wird Bewährtes wie die klinischen Foren weitergeführt und im Rahmen von Tutorials und Pro-Con-Sitzungen vermehrt Gewicht auf fallorientierte Präsentationen gelegt.
Das Programmkomitee, das sich aus Vertretern aller Schwerpunkte und der genannten Fächer zusammensetzt, hat sich große Mühe gegeben, ein spannendes und attraktives Programm für die 41/2 Tage von Samstagmorgen bis Mittwochmittag zusammenzustellen. Sie finden das vorläufige Programm bereits jetzt auf der Kongress-Homepage, um Ihre Planung für die Teilnahme am Kongress zu erleichtern. Die Organisatoren, die Gesellschaft ebenso wie die Kongressagentur werden sich bemühen, die Rahmenbedingungen für Ihren Kongressbesuch optimal zu gestalten.
Der Vorstand, die Geschäftsstelle der DGIM und das DGIM-Team 2010 sowie ich selbst möchten Sie herzlich einladen, im April nach Wiesbaden zu kommen - wir freuen uns auf einen hoffentlich interessanten und interaktiven Kongress.
Ihr
Prof. Dr. Jürgen Schölmerich



